Zero Hero

Berlin möchte zur Zero-Waste-Stadt werden. Das bedeutet, die deutsche Hauptstadt möchte möglichst wenig Abfall produzieren – ihn im Idealfall sogar auf Null reduzieren. So steht es zumindest im Koalitionspapier des Senats verbunden mit einer langen Liste von „unkonventionellen Maßnahmen“, wie es dort heißt. Dass die Philosophie des Zero Waste jetzt auf politischer Ebene angekommen ist, überrascht zunächst – noch vor wenigen Jahren war der Begriff lediglich eine Szene-Vokabel.

Heute gehen Bloggerinnen und Blogger mit einem Einweck-Glas auf Vortragsreisen, in dem sie den Müll eines Jahres gesammelt haben. Cafés machen aus Kaffeesatz Geschirr, Restaurants verkochen alle Reste, Lebensmittelläden verkaufen unverpackte Waren, Modelabels nähen ohne Verschnitt. Mittlerweile steigen auch Unternehmen darauf um, Reststoffe so lange wie möglich im Kreislauf zu halten. Es scheint, als hätte Zero Waste bei allen gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren mittlerweile Zugang gefunden. Wie ist es dazu gekommen?

Gefällt Ihnen das TrenntMagazin?
Dann können Sie es auch hier abonnieren!

Im nächsten TrenntMagazin möchten wir nachvollziehen, wie aus der Idee des Zero Waste eine Bewegung werden konnte und ob Berlin hier tatsächlich eine zentrale Rolle einnehmen könnte.