Was ist eigentlich eine: Fahrraddisko?

Vor allem ein soziales Experiment: Auf einer Party werden vier Fahrräder aufgestellt, die Strom produzieren. Nur wenn sich Freiwillige finden, die in die Pedale treten, kann der DJ spielen und der Rest der Menge tanzen. Und das Interessante dabei ist: Die Leute stehen an, um auf die Fahrräder zu dürfen!
Das ist es auch genau, was wir mit der Green Music Initiative erreichen wollen. Nämlich dass sich Menschen spielerisch und ohne Druck mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen.
Musikfestivals bieten sich für solche Experimente übrigens geradezu an. Wer dorthin geht, experimentiert sowieso mit allem Möglichen: Musik, Essen, Drogen, Sex – und auch Energie. Wenn man es dort schafft, Menschen zum Umdenken zu bewegen, nehmen sie das vielleicht auch mit nach Hause.
Man hat ausgerechnet, dass Festivals einen ökologischen Fußabdruck wie eine Kleinstadt haben. Aber deswegen sollte man nicht auf sie verzichten, sondern ausprobieren, wie es anders geht. Eine Fahrraddisko, die ihren eigenen Strom produziert, ist da nur eine von sehr vielen Möglichkeiten.

www.greenmusicinitiative.de

Jacob Bilabel ist Gründer der „Green Music Initiative“ und Geschäftsführer des Berliner Think-Do-Tanks „Thema1“.

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