Was ist eigentlich ein: TOOLBOT?

Jan Gerlach, Gründer

Die Idee zu Toolbot kam mir, als ich vor sieben Jahren mal eine Stichsäge brauchte. Im Baumarkt wartete ich eine Dreiviertelstunde, und es kostete mich 30 Euro pro Tag plus Kaution und Hin- und Rückfahrt. Ich fragte mich, warum Leihen so teuer und aufwändig sein muss. In Berlin wird die Sharing Economy schon lange gelebt – mit Autos, Fahrrädern, Gärten und Wohnungen. Der Industriedesigner in mir war sich sicher: Das geht doch auch mit Werkzeugen! Gemeinsam mit vier anderen erfand ich Tool­bot – einen Automaten zum Verleihen von Werkzeug. Drei davon stellten wir in Berliner Spätis auf. Das Prinzip ist einfach: Man meldet sich auf toolbot.de an, geht dann in den Späti und zieht sich den Werkzeugkoffer aus dem Automaten. Sind alle Arbeiten erledigt, bringt man den Koffer wieder zurück. Handbücher und Videos mit Kurzanleitungen gibt es auf unserer Website. Natürlich sind alle Werkzeuge von hoher Qualität, damit sie sich besser und sicherer anwenden lassen und nicht so schnell kaputtgehen. Der Effekt ist enorm: Anstatt dass sich 100 Menschen 100 Werkzeuge kaufen, teilen sich durch Toolbot diese 100 Menschen ein einziges hochwertiges Werkzeug. Damit sparen wir 99 Prozent des Energieverbrauchs und der Emissionen, die für die Herstellung notwendig wären. Gleiches gilt auch lang-fristig: Da die Geräte professionell gewartet werden, halten sie länger und verursachen einen Bruchteil der Emissionen im Vergleich zum Neukauf. Im Moment stehen wir noch am Anfang. In Zukunft sollen Toolbots an Bahnhöfen, auf Plätzen und vor Supermärkten zu finden sein und auch andere nützliche Dinge verleihen, die man nicht ständig benötigt.

www.toolbot.de

Gefällt Ihnen das TrenntMagazin?