Was ist eigentlich: Conflict Food?

Salem El-Mogaddedi und Gernot Würtenberger, Gründer von Conflictfood.

 

Die Geschichte von Conflictfood beginnt auf einem Safranfeld im Westen von Afghanistan, einer der ärmsten Regionen der Welt. Jahre­lang blühte auf der harten Krume vor allem Schlafmohn – und mit ihm der Opium­handel. Aber ein unabhängiges Frauenkollektiv begann, sich von dem Drogenanbau zu lösen und stattdessen das „rote Gold“ anzubauen und zu verarbeiten. Als wir im kalten Winter­wind zwischen den zarten Krokusblüten standen und erfuhren, wie sich die Frauen dank des edlen Gewürzes selbst aus der Armut befreien können, dachten wir: Diesen Safran sollte man in Deutschland kaufen können, und diese Geschichten sollten wir in Deutsch­land erzählen!

Wir entwickelten die Idee zu einem Sozialunternehmen. Es trägt den Namen „Conflictfood“, weil die Lebensmittel aus Krisen- und Konfliktregionen stammen, aber eine Geschichte des friedlichen und fairen Handels erzählen. Mittlerweile haben wir auch grünen und schwarzen Tee aus Myanmar und Freekeh – ein gerösteter Weizen – aus Palästina im Sortiment. Die kostbaren Produkte importieren wir und lassen sie in handgebundenen Schachteln aus Recyclingpapier verpacken. Auf dem Etikett des Safrans sieht man übrigens nicht einfach eine Arabeske, sondern wie auf einem Kriegsteppich eingewobene Waffen und Granaten. Zwischen all dem Schönen steckt eben immer auch der Krieg.

www.conflictfood.com

 

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