Verzogene Wahrnehmung

Wie gehen wir damit um, wenn wir diesen Plastikmüll schön finden? Die Künstlerin Johanna Keimeyer hat ­eine übergroße Muschel aus jenem Müll geformt, den sie bei Kajakfahrten auf der Spree eingesammelt hat. Die inein­andergeflossenen geschmolzenen Kunststoff­verpackungen sollen an das Perlmutt einer Muschel ­erinnern. „Die traurige Ironie ist, dass Perlentaucher heute statt schillernder Muscheln bunten Plastik­müll antreffen“, kommentiert Keimeyer ihre Arbeit mit dem Titel „Drowning Trashure“. Sie möchte die Umwelt­verschmutzung in übergroßer ­Drastik darstellen. Schrecklich schön!

www.keimeyer.com

FOTO Tammy Shell

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