Süsser Schatz

Glasscherbenspiel
Ein Marmeladenglas ist geduldig. Es lässt sich beliebig oft einschmelzen und zu neuen Flaschen oder Gefäßen gießen oder pressen, ohne an Qualität einzubüßen. Weil seine Scherbenbei niedrigeren Temperaturen zerfließen als die Glasrohstoffe, wird beim Schmelzen nicht nur Sand, Soda und Kalk, sondern auch Energie gespart.

Dickes Ding
Ein Team der Technischen Hochschule von Los Reyes (Mexiko) schaffte es im vergangenen Jahr mit einem 600 Kilogramm schweren Pott voll Brombeermarmelade ins Guinness-Buch. Sie hatten dafür 600 Kilo Beeren mit 300 Kilo Zucker eingekocht, mit 3 Kilo Zitronensäure abgeschmeckt und mit zweieinhalb Kilo Pektin geliert.

Schatz, sie haben die Gläser geschrumpft
Alles wird teurer. Nur die Lieblingsmarmelade nicht? Kann sein, dass der Hersteller auf den Weniger-drin-Preis-gleich-Trick setzt. Als die Verbraucherzentrale Hamburg kürzlich wieder die „Mogelpackung des Jahres“ kürte, landete zum Beispiel ein Apfelaufstrich in den Top 5. Versteckte Preiserhöhung: gut 40 Prozent.

Spülverderber
Ein leeres Marmeladenglas muss nicht ausgespült werden. Karma-Punkte gibt es bereits für alle, die den Pott ausgekratzt in den Altglascontainer schmeißen – und den Deckel in die Wertstofftonne. Wer extra ausspült, verschwendet Wasser und Energie und wird womöglich beim Müllrausbringen von einer Taube angekackt. Instant Karma!

Zahlen, bitte!
Wir so: Wusstest Du schon, dass auf Berlins Straßen rund 6.000 Glascontainer stehen? Du so: „Nee.“ Und dass jeder Berliner da pro Jahr an die 18 Kilogramm Flaschen und Glasverpackungen reinwirft? „Aha.“ Und dass deswegen jede Glasflasche im Laden zu 60 Prozent aus recycelten Scherben besteht? Du so: „Jetzt reicht’s aber mal mit den ganzen Zahlen.“

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