Ein echtes Traumschiff

Kleine Inselgruppen wie die Malediven oder Kapverden sind für viele Touristen das Paradies. Allerdings mit Schattenseite. Denn um den Müll der Urlauber zu entsorgen, fehlen oft schlicht die Kapazitäten. So landet der Müll im Meer oder wird „auf ungeeigneten Flächen gelagert oder verbrannt“, wie Franz-Georg Elpers, der Pressesprecher der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), sagt.

Deswegen hat die DBU im vergangenen Oktober 170.000 Euro investiert, um ein Traumschiff zu entwickeln. Genauer gesagt: ein Recycling-Schiff, das kleine Inseln ansteuert, ihren Müll einsammelt, an Bord sortiert und recycelt. Um Geld zu sparen und Ressourcen zu schonen, soll dafür ein Frachtschiff umgebaut und mit den entsprechenden Anlagen ausgerüstet werden. Außerdem soll das umweltfreundliche Schiff seine Energie aus Methan beziehen, das durch das Vergären biologischer Abfälle entsteht. Das erste Traumschiff könnte bald Realität werden. Die Schiffsgesellschaft Germanischer Lloyd will das Projekt unterstützen und es gibt Pläne, das Recyclingschiff auf den Malediven und Kapverden auch als Versorgungsschiff einzusetzen – auch um Kompost zu liefern, der vorher an Bord entsteht: aus den eingesammelten Abfällen.

www.dbu.de

ILLUSTRATION Jana Heidenreich

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