Die Vordenkerin

Es ist ein Thema, über das sich Maren Weber immer wieder aufregen kann: den von Menschen erzeugten Abfall. „Wir sind die einzige Spezies, die auf diesem Planeten Müll hinterlässt“, sagt die Wirtschaftswissenschaftlerin. Aus ihrer Empörung hat die 28-Jährige eine Idee entwickelt. In ihrer Abschluss­arbeit an der Universität Witten/Herdecke entwickelte sie ein Konzept, das Nachhaltigkeit von Produkten messbar machen kann. Product Sustainability Check hat sie die Methode genannt, in der Produkte auf ihre soziale, ökologische und ökonomische Verträglichkeit überprüft werden – und nicht wie bisher immer nur auf einzelne Aspekte hin. „Was nützt es unserer Welten­gemeinschaft, wenn ein Produkt eine gute CO2-Bilanz hat, aber in Kinderarbeit hergestellt wird?“, fragte sie sich.

Webers vorausschauende Gedanken kamen so gut an, dass sie dafür den Fortschrittspreis der SPD bekommen hat. Das hat sie zwar gefreut, ihr Praktikum in Indien bei einem Fair Trade Forum hat sie deswegen aber nicht unterbrochen. „Da konnte ich so viel Neues lernen.“ Denn das Feld der Nachhaltigkeit ist groß. Mittlerweile arbeitet die Visionärin bei der Nach­haltigkeitsbank Triodos in Frankfurt.

„Es geht bei dem Thema nicht nur um Nahrung und Kleidung. Das Thema erstreckt sich einfach auf alle Lebens­bereiche.“

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