Global verflochten

PET-Flaschen, die sich in den Tiefen des kolumbianischen Amazonas ansammeln, sind ein grauenvoller Anblick. Und nicht nur dort: Der tropische Regen schwemmt die Plastikflaschen über die Flüsse in die Ozeane und schließlich in Richtung eines gewaltigen Müllbergs inmitten des Meeres, der bereits als siebter Kontinent gilt.

„Niemand übernimmt dafür Verantwortung“, sagt der spanische Industriedesigner Álvaro Catalán de Ocón. Er überlegte, wie sich die Lebenszeit der Flaschen verlängern ließe, und stieß auf die traditionsreiche Flechtkunst in Kolumbien: Dabei wird der Kopf zur Halterung für die Birne, der Hals gibt Struktur und der Körper wird in feine Streifen geschnitten und mit buntem Bast verflochten.

www.petlamp.org