Nackter Wahnsinn

Unser Bad ist voller Plastik: Shampooflaschen, Wattestäbchen, Zahnbürsten. Wie können wir eine plastikfreie Körperkultur entwickeln?

Zähne
Was wir uns morgens und abends in den Mund stecken, besteht fast ausschließlich aus Plastik. Wem das nicht schmeckt, der kann eine Zahnbürste aus Bambus, Zahnseide aus echter Seide und Bienenwachs sowie Zahnpasta in unverpackter Tablettenform verwenden. Erhältlich zum Beispiel bei
original-unverpackt.de oder im OU-Laden in Berlin-Kreuzberg

Gesicht
Zero-Waste-Aktivistinnen wissen: Wer sich pflegen will, kommt um Plastik kaum herum. Mit der App „CodeCheck“ lässt sich unter anderem überprüfen, wie viel Mikroplastik in einem Produkt steckt. Mit der App „Replace Plastic“ kann man wiederum seinem Ärger
Luft machen und vorformulierte Nachrichten an die Hersteller abschicken, dass man den Lippenstift lieber ohne Plastikhülle hätte.
https://corporate.codecheck.info
www.kueste-gegen-plastik.de

Körper
Flüssigseife, Duschgels und Shampoo lassen sich mittlerweile sehr leicht durch Seifen ersetzen. Die britische Marke Lush wirbt nicht nur mit knallbunten, unverpackten Wasch­stücken für jedes Körperteil, sondern auch mit der ökologischen und fair produzierten Herkunft.
www.lush.de

Intimzone
Angeblich verwendet eine Frau etwa 12.000 Binden oder Tampons im Leben. Das führt zu einem gewaltigen Müllberg. Menstruationstassen wie der Ruby Cup können bis zu zehn Jahre verwendet werden. Für jedes gekaufte Exemplar spendet die Firma ein Exemplar an kenianische Frauen, um dort das Thema Menstruation zu enttabuisieren.
www.rubycup.com

Po
Der Blogger Daniel Hautmann hat während seines Aussteigerjahres probiert, ohne Toilettenpapier zu leben, und wischt seitdem nass. Wer das weder wissen noch nachmachen will, kann plastikfrei verpacktes Recycling-Klopapier zum Beispiel hier bestellen:
www.naturlieferant.de

Fuß
Es gibt Menschen, die peelen ihre Füße. Weil die meisten Peelings mit Mikroplastikpartikeln versehen sind, sollte man sich so etwas mit 2 Teilen Kaffeesatz, 1 Teil Meersalz und etwas Kokosöl einfach selber machen. Weitere Peeling-Rezepte zum Beispiel unter
www.ecowoman.de

ILLUSTRATION Juliane Filep

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