My FlipFlopi is over the ocean

Ein Segelboot rein aus Plastikmüll? Als der kenianische Bootbauer Ali Skanda zum ersten Mal von dieser Idee hörte, hielt er sie für völlig verrückt – war aber ­fasziniert: Die verschmutzten Meere störten ihn, der auf der kenianischen Insel Lamu aufgewachsen war, schon lange. Ausgerechnet aus diesem Unrat eine Dau zu bauen, war genial: Das traditionelle Boot war für die Menschen auf der Insel lange das einzige Mittel, um mit den Autoritäten auf dem Festland zu kommunizieren.

An Kenias Stränden sammelte die Gruppe insgesamt zehn Tonnen Plastikmüll und 30.000 alte Flipflops ein. Das Plastik wurde zu Balken geschmolzen, mit den Flipflops der Rumpf ummantelt. Zwei Jahre später war das Flipflopi fertig. Anfang des Jahres ist es auf seine erste große Tour aufgebrochen: 500 Kilometer, von der kenianischen Insel Lamu bis nach Sansibar in Tansania. Skanda träumt schon davon, ein noch größeres Plastikschiff zu bauen, um bald die ganze Welt zu umsegeln.

www.theflipflopi.com

FOTO  Flipflopi/Finnegan Flint