Mein Müll und ich – richtig blau machen

Kartons, Ausdrucke, Kassenzettel, Verpackungen – jeden Tag haben wir unterschiedliche Arten von Papier inder Hand. Aber nicht alle kommen in die gleiche Tonne.

Wann darf Papier nicht in die blaue Tonne geworfen werden?
Problematisch wird die richtige Papiertrennung immer dann, wenn das Papier nicht ganz rein vorliegt. Sind Papiere mit meist unsichtbaren Beschichtungen, wie bei Kassenzetteln, Backpapier, Fotos und Wachspapier, behaftet, gehören sie nicht in die blaue Tonne. Auch benutzte Hygienepapiere – wie Taschentücher, Küchenpapier und Servietten – gehören nicht ins Altpapier. Das Gleiche gilt für stark verunreinigten Karton – zum Beispiel bei Pommes­schalen, Papptellern oder Pizzakartons. All diese Beispiele gehören in den Hausmüll. Allerdings gehört der Getränkekarton – aufgrund seines Kunststoff- und Aluminiumanteils – in die Wertstofftonne.

Darf Papier auch in die Biotonne?
Papierabfälle wie Zeitschriften, Papierverpackungen oder Kartons gehören in die Papiertonne, nicht in die Biotonne. Die Sammlung von Bioabfällen kann zuhause jedoch durch Papier erleichtert werden. Es ist erlaubt, Papiertüten für den Vorsortierer zu nutzen, die ein guter Ersatz für Kunststoff- oder Bioplastik­tüten sind und mit in die Biotonne gegeben werden können. Ebenso hilft es, die Bioabfälle in etwas Zeitungs- oder Küchenpapier einzuwickeln, um überschüssige Flüssigkeiten aufzunehmen und somit Gerüchen vorzubeugen. In diesen geringen Mengen kann Papier ohne Probleme gemeinsam mit dem Bioabfall verwertet werden.

Was passiert, wenn Falsches in der Papiertonne landet?
Landen Fehlwürfe im Altpapier, müssen diese in der Sortieranlage aufwändig aussortiert werden. Das Papier wird in Wasser eingeweicht, damit sich die Fasern lösen. So entsteht ein Papierbrei, aus dem die Fremdstoffe entfernt werden können. Aus dem Faserbrei entsteht Recyclingpapier. Befüllt man sein Altpapier auch nach Hinweisen des jeweiligen Entsorgungsunternehmens wiederholt in großen Mengen falsch, ist es möglich, dass die Tonnen nicht mitgenommen oder erst nach Absprache zu einem höheren Preis abgeholt und der Entsorgung zugeführt werden.

 

Nachgefragt bei:

Sebastian Seibel

BSR-Abfallberater
Abfallberatung@BSR.de
Telefon 030 7592-4900

 

Sebastian Seibel ist Experte für alles, was man loswerden möchte: Er weiß genau, in welche Tonne welcher Abfall gehört und was danach mit ihm passiert. Ihre Fragen beantwortet er direkt per E-Mail oder Telefon. Und an dieser Stelle.

 

 

Schlagworte des Artikels
, ,