Keiner macht mehr an

Sortierhilfe

Achtung jetzt, einmal aufgepasst: Jogurt ausleckern, Deckel abziehen, beides in die Wertstofftonne, basta! So kann die Sortieranlage den Metalldeckel vom Plastikbecher trennen.

Mogelpackung

Bio klingt immer gut. Auch vor Plastik. Bioplastik ist ein Kunststoff, der aus unter anderem Mais gewonnen wird, manchmal auch aus genmani­puliertem. Bei der Produktion von diesem Bioplast namens Polylactid (PLA) werden keine endlichen Rohstoffe verbraucht und weniger Kohlendioxid in die Luft gepustet als bei normalem Plastik. Im Garten kompostierbar ist so ein PLA-Becher aber nicht. Also darf er nicht in die Biotonne. Im Gegen-satz zu all dem anderen Plastik in der Wertstofftonne kann er (noch) nicht recycelt werden, wird aussortiert und verbrannt. 1 : 0 für Mehrweg!

Diätempfehlung

In Deutschland schmeißt jeder von
uns pro Jahr 37 Kilogramm an Plastikver­packungen in den Müll – das sind sechs Kilo mehr als im EU-Durchschnitt. Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln ausgerechnet. Wir brauchen eine Plastik-Diät! Zum Beispiel mithilfe dieser superdünnen Jogurtbecher mit einem abtrennbaren Mantel aus Papier. Noch besser: Mehrweggläser. Die lassen sich auch gut recyceln, können aber vorher noch 50 Mal wieder befüllt werden.

Haltungsfrage

„Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost“ – in die Tonne werfen. Zumindest glauben das viele Menschen, wenn das
Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist – ohne zu prüfen, ob der Jogurt noch gut ist. Die Molkereien in Norwegen machen es jetzt schlauer: „Mindestens haltbar bis, aber nicht schlecht nach“ steht dort seit Anfang des Jahres vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum auf vielen Packungen.

Vollpfosten

In Sachen Windschnittigkeit kamen die Ingenieure des Motorradgiganten Honda in den 1980er-Jahren beim Modell CBR 1000 F auf die Idee, den fetten Zylinderblock nebst allen technischen Innereien hinter Plastik zu verstecken. In der Biker-Szene spricht man seitdem bei vollverkleideten Großserien-Flundern abfällig von „Jogurtbechern“.

Schallschutz

Es war eine Revolution in aller Stille, die 1962 in Lüneburg begann: Statt den Jogurt mit Handfüllmaschinen in Gläser zu drücken, diese in Drahtkörbe zu packen und scheppernd zu verladen, hatte man endlich einen weißen Plastikbecher. Wenn die Laster mit den Bechern tags und nachts vom Hof rollten, waren sie nicht nur leiser, sondern auch leichter. Das sparte dem Hersteller Transportkosten und den Stress mit dem gläsernen Leergut. Heute schlagen Umwelt­verbände wegen der steigenden Plastikmenge dagegen Alarm.

 

 

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