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Großer Käse

Folien, Schachteln, Schalen: Wer im Supermarkt heute Käse kauft, bekommt ihn meist in einem Wust aus Plastik verpackt. Nur ein Bruchteil des Materials wird später recycelt, das meiste wird verbrannt. Wir haben uns gefragt, wie das besser geht – und sind Menschen begegnet, die den Käse neu verpacken wollen: Wir haben drei Produktdesigner getroffen, die an einer Verpackung basteln, die auf dem Kompost verrotten kann. Einen Unternehmer, der Plastikfolien mit Bienenwachspapier bekämpft. Eine Plasmaforscherin, die im Hightech-Labor dafür sorgt, dass Käsehüllen endlich weniger, anders und besser werden. Einen Chemiker, der eine Waschmaschine erfunden hat, die aus Kunststoffresten Bausteine für frisches Plastik spült. Und einen Physiker, der Ordnung in den Plastikmüll bringen will, indem er ihn zum Leuchten bringt. Werden sie das Problem lösen?

Der Verpackungsexperte Tom Ohlendorf vom WWF sagt in unserem Interview: „Statt über den Kunststoffwahnsinn in der Käsekühlung zu jammern und zu hoffen, dass irgendjemand irgendwann eine nobelpreisverdächtige Verpackung erfindet, können wir schon jetzt Dinge anders machen: Käse auf dem Markt kaufen. Oder ihn in Läden holen, die eine Frischetheke haben. Und dort lassen wir uns den Gouda dann nicht eingezwängt in Folie rüberreichen, sondern in eine mehrfach verwendbare Dose legen, die wir mitgebracht haben und immer wieder nutzen. Dafür müssen wir als Konsumenten raus aus unseren Routinen“.

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Das TrenntMagazin ist Teil der Kampagne „Trenntstadt Berlin“, die 2010 unter Federführung der Berliner Stadtreinigung (BSR) gemeinsam mit ALBA, Berlin Recycling und der Stiftung Naturschutz Berlin ins Leben gerufen wurde, um die Themen Abfallvermeidung, -trennung und Recycling in den Fokus der Gesellschaft zu rücken.