Hülle dank Fülle

Warum werden Tomaten in Plastikschalen verpackt und Spagetti in Plastiktüten? Der Designer Eduardo Gordillo arbeitete jahrelang für die Verpackungsindustrie, die mit erdölbasierten Plastikverpackungen die Konsumgüter der Welt verhüllt. Er entschied sich dafür, auszusteigen und nach biologischen Alternativen zu suchen. Nach jahrelanger Forschung hat er nun eine Lösung gefunden: Verpackungen, die aus den kompostierbaren Abfällen der Landwirtschaft hergestellt werden. Tomaten liegen in einem Schälchen aus Tomatenpflanzen, Spagetti im
Weizenstroh. Dafür suchte er zusammen mit Forschungspartnern nach einer Möglichkeit, wie Pflanzenfasern ohne zusätzliche Bindemittel zu einer formbaren Masse verbunden werden können. Wenn die Verpackungen ausgedient haben, können sie innerhalb von zwölf Wochen kompostiert, klimaneutral verbrannt oder als Biomasse vergast werden.

Pflanzenreste werden auf dem Feld eingesammelt und zu selbstbindenden Fasern verarbeitet. Die Fasern werden mit Wasser zu einer Masse verrührt und in einer Stanzform in Form gepresst. Nach Gebrauch kompostieren!

www.bio-lutions.com