Ideen für alle – Holz in der Hütte

Was soll man nur damit machen? Jeden Monat fallen in einer Tischlerei etwa 3,5 Kubikmeter Holzabfall an. Das ist mehr als ein Müllcontainer voll. Bei mehr als 700 Tischlereien in Berlin ist das ein unübersehbar großer Haufen von Holzresten, der bisher verbrannt oder zu Pellets verarbeitet wurde.

Eine Ressourcenverschwendung, fanden die Berliner Baufachfrauen und riefen das Projekt Holz im Kreativkreislauf (HIKK) ins Leben. Die Idee: Man sammelt den Holzabfall der teilnehmenden Betriebe, transportiert ihn zu einer Sammelstelle und bietet ihn dort Privatpersonen, Schulen, Künstlern und anderen Interessierten zur Weiterverwertung an.

In der Tischlerei der Baufachfrauen sind zum Beispiel ständig große beschichtete Spanplatten übrig. Mit wenigen Schritten können daraus Holzwürfel mit schrägen Kanten werden, die man als Regal, Tisch oder Hocker nutzen kann. Neben Klemmbrettern und Stehordnern gibt es die Boxen im Internet oder an Verkaufsständen beispielsweise bei Designmessen zu kaufen.

Um HIKK dauerhaft zu finanzieren, sollen die Produkte in Serie produziert und verkauft werden. Aber das ist nicht so einfach. Es erfordert viel logistisches Geschick, den Restholz-Produzenten das Material so schnell wie möglich abzunehmen und für potenzielle Abnehmer bereitzustellen. Bis 2012 wird HIKK noch von der EU mit insgesamt 154.000 Euro finanziert. Danach soll das Projekt auf eigenen hölzernen Füßen stehen.

Links zum Artikel:
http://hikk.mixxt.de

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