Happy Happy Happy

Das TrenntMagazin feiert 10-jähriges Jubiläum – und natürlich die besten Ideen, Ressourcen zu schonen. An welchen Projekten wir seit einer Dekade nicht vorbeikommen, verraten wir hier:

 

Better World Cup:
Macht die Welt ein bißchen Becher
Der Kaffee auf dem Weg zur Arbeit, der Chai Latte zum Mitnehmen und Espresso sowieso schnell im Vorbeigehen – Einwegbecher sind eine schlechte Angewohnheit. Denn wir verbrauchen etwa 460.000 Wegwer echer täglich in Berlin. Das sind viele verschwendete Ressourcen und letztlich auch sehr viel unnötiger Müll. Die Initiative Better World Cup ist seit dem Sommer 2017 Berlins Challenge gegen Einwegbecher. Wer sein Heißgetränk in einem Mehrwegbecher mitnimmt, bekommt in mittlerweile über 1.000 teilnehmenden Cafés einen Rabatt. Auch Pfandbecher sind in immer mehr Cafés erhältlich. Der Better World Cup ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der Berliner Stadtreinigung (BSR), der Stiftung Naturschutz und von Wirtschafts- und Umweltverbänden.
www.betterworldcup.berlin

 

Murks, nein danke!
Dass Elektrogeräte eine Art eingebautes Verfallsdatum haben, vermutet Stefan Schridde schon lange. Mit seinem Verein „Murks, nein danke!“ sagt er der „geplanten Obsoleszenz“ den Kampf an. Er und seine Mitstreiter wollen mit Au lärung und Ausstellungen den Druck auf Firmen und Politik erhöhen – und wurden so für den „Mut zur Nachhaltigkeit“-Preis der Zeitung Die Zeit nominiert.
www.murks-nein-danke.de

 

Mundraub
Wer in der Stadt lebt und keinen Nutzgarten hegt, kann schnell auf die Idee kommen, Essbares gäbe es nur im Laden, Imbiss oder Restaurant. Dabei gibt es in Berlin knapp 57.000 Orte, an denen man auch ohne Bares futtern kann. Auf einer digitalen Karte verzeichnen die inzwischen rund 78.000 Mundräuber*innen Obstbäume, Nusssträucher und Kräuterwiesen. Wer mitmachen will, für den gilt: Sammeln und verspeisen darf man zwar umsonst, wichtig ist dabei der respektvolle Umgang mit der Natur, das Teilen der Fundorte mit der Gemeinschaft und die Fürsorge und Nachp anzung von Obstbäumen.
www.mundraub.org

 

Water to Wine
Biblisch geht es bei Water to Wine nicht zu, aber eine Auferstehung gibt es doch: Abgelegte Kleidung verwandelt sich unter den kundigen Fingern des Nählabors in neue Stücke: So wird der Wollpulli zur Mütze und die Gardine zum Gemüsebeutel. Unterstützt wird diese ressourcenschonende Kreativität durch die Berliner Stadtmission, und wer will, kann hier nicht nur nähen lassen, sondern es bei Upcycling-Workshops auch selber lernen.
berliner-stadtmission.de/water-to-wine

 

Bis es mir vom Leib fällt
Im Veränderungsatelier des Vereins „Bis es mir vom Leibe fällt“ in Schöneberg hauchen sieben tapfere Schneiderinnen alten Kleidungsstücken neues Leben ein. Sie verwandeln Hosen in Baseballjacken, Blazer in Umhängetaschen, T-Shirts in Schmusetiere. Seit neun Jahren sorgt die Gründerin Elisabeth Prantner, selbst Modedesignerin, schon für diese ressourcenschonende Veränderung. Ihr Motto für den Verein, die Workshops und die Umgangsform mit der Welt:
www.bisesmirvomleibefaellt.com

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Re-Use Berlin
Berlin soll zur Zero-Waste-Stadt werden – aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Um ihn gemeinsam zu verkürzen, hat die Stadt die Initiative Re-Use gestartet. Das Ziel ist es, gut erhaltene Gebrauchtwaren zu retten. Denn viel zu oft landen funktionsfähige Dinge im Müll. Deswegen sollen in Berlin möglichst viele Abgabe- und Verkaufsstellen für Gebrauchtwaren gescha en werden. In den letzten zwei Jahren wurden verschiedene Sammel- und Verkaufsaktionen durchgeführt, die gezeigt haben, dass die Berlinerinnen und Berliner durchweg eine große O enheit für den Re-Use-Gedanken mitbringen. Die Vernetzung der zahlreichen und vielseitigen Re-Use-Akteure in Berlin wird vorangetrieben. Denn nur durch diese Synergien kann der Re-Use-Gedanke wachsen und in der Mitte der Gesellschaft verankert werden.
www.berlin.de/re-use


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