Flussabwärts

Ein neues Kinderbuch erklärt, wie Mikroplastik ins Meer kommt.

Der Poolreinigungsroboter PIWI hält seinen Pool immer blitzblank sauber und ist zufrieden. Doch seine Freundin, die Katze Wilma, erzählt ihm, wie es am nächstgelegenen Bach aussieht. Die beiden machen sich auf den Weg, um dort aufzuräumen – und schon beginnt eine lange Reise: von der Panke über Spree, Havel und Elbe bis zur Nordsee. Überall findet PIWI Freunde. Aber auch viel Müll. Er schwimmt in einer Suppe aus Berliner Verpackungsabfällen, Zigarettenkippen und anderem Müll auf den Wasserstraßen in Richtung Meer.

„PIWI und die Plastiksuppe“ ist ein Bilderbuch des Vereins „Project Blue Sea“, dessen Ziel es ist, Kinder von der 1. bis zur 6. Klasse für das Thema Umweltverschmutzung zu sensibilisieren und zu zeigen, was sie selbst dagegen tun können. „Ich finde es wichtig, dass Kindern schon sehr früh eine gute Grundlage an Wissen vermittelt wird, wie etwas zusammenhängt“, sagt die Autorin des Buches, Angelika Heckhausen. ­Welche Auswirkungen hat Kunststoffmüll in der Wasserwelt und was können Erwachsene und Kinder dagegen tun?

Die Idee zu dem Buch reifte schon seit 2009 in Heckhausen. Zu dieser Zeit ­befasste sie sich in der Meeresschutz­organisation Project Blue Sea e.V. mit Meeresmüll und Mikroplastik. 2013 schloss sie sich dem Projekt „Científicos de la Basura“ an – einem Schüler-Forschungsprojekt in Chile des deutschen Professors Martin Thiel. Die Schülerinnen und Schüler putzten dort nicht nur die Strände, sondern lieferten wichtige Erkenntnisse und Daten darüber, wie es um die Verschmutzung der Meere bestellt ist. „Nach meiner erfolglosen Recherche, ob es in Deutschland ähnliche Informationen oder Bücher zu diesem Thema gibt, entschloss ich mich, selbst ein Buch zu schreiben, wie der Müll ins Meer gelangt und was wir dagegen tun können“, erzählt Heckhausen.

Neben dem Buch haben Angelika Heckhausen und Project Blue Sea e.V. einen Bildungskoffer zusammengestellt, um das Thema Meeresmüll und Plastik spielerisch aufzugreifen. Der Koffer kann an Schulen ausgeliehen werden – über die Website des Projekts kann man den Bildungskoffer anfordern. Für Heckhausen sind die Materialien ein guter Weg, das Thema den Eltern näherzubringen. Das Buch kann auch als PDF auf der Website heruntergeladen werden. Alle Informationen findet man unter:

www.piwipedia.de