Fischer, Fischer, wie dreckig ist das Wasser?

Wenn die deutschen Fischer ihre Netze einholen, dann haben sie dort selten nur zappelnden Fischfang darin. In den kleinmaschigen Krabbennetzen der Nordseefischer hängen Plastiktüten, Folien, Tauwerk. Die Ostseefischer holen statt Dorsch mit ihren gröberen Netzen auch Metallschrott, Farbeimer oder Ölfässer hoch. „Wir wollen, dass der Müll aus dem Meer kommt“, sagt Kim Detloff, der beim NABU für den Meeresschutz verant-
wortlich ist. „Aber wir wollen auch verstehen, wo der Müll herkommt und wie er sich zusammensetzt.“ Deswegen hat der NABU zusammen mit den Fischern und regionalen Partnern die Aktion „Fishing for Litter“ gestartet. Etwa 100 Fischer fahren jetzt mit großen Müllsäcken raus zur See und sortieren dort ihre unliebsamen Beifänge ein. Pro Jahr sind das mittlerweile fast neun Tonnen Abfall. Dieser landet in einem Container und wird einmal pro Jahr in einem Sortierzentrum von einem Expertenteam analysiert. Für die Ozeane sind die Abfälle aus Plastik ein besonders gravierendes Problem, weil daran Seevögel und Meeressäuger ersticken.

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