Captain Kork

Kork gilt als eines der vielseitigsten Materialien der Welt. Seit etwa 2.000 Jahren wird die Rinde der Korkeiche von den Stämmen geschält und verarbeitet: als Flaschenverschluss, Pinnwand, Fußbodenbelag – und bald auch als Raketenteil. „Kork ist ein schlechter Wärme­leiter und deswegen ein fantastischer Hitzeschutz, ­­so dass unsere Astronauten sicher nach Hause kommen können“, sagt Bill Famiglietti von Amorim Cork Composites. Die Firma ist einer der größten Korkhersteller weltweit und beliefert auch die NASA, die damit die nächste Generation von Langstreckenraketen ausstatten will.


 

 

Die größte und älteste Korkeiche der Welt wird Assobiador genannt, übersetzt „der Pfeifer“. Der 1783 südlich von Lissabon gepflanzte Baum ist über 14 Meter hoch und lässt auf seinen Ästen viele Singvögel nisten, die dort laut zwitschern.

 


Die Wälder beherbergen viele ­einmalige oder geschützte Arten wie beispielsweise den iberischen Luchs oder den Steinadler. Der por­tu­giesische Nationalbaum steht unter Naturschutz und darf im ganzen Land nicht abgeholzt werden.




Eine von PricewaterhouseCoopers/­Ecobilan durchgeführte und von Corti­ceira Amorim geförderte Studie über den Lebenszyklus von Naturkorken im Vergleich zu Aluminium- und Plastikverschlüssen kommt zu dem Schluss, dass bei Produktion und Einsatz jedes Plastik­verschlusses 10-mal soviel CO₂ und bei Aluminiumverschlüssen ­26-mal soviel CO₂ wie bei einem ­Naturkorken ausgestoßen wird.

 



 

 

Zwei Drittel des abgebauten Korks werden zwar noch immer zu Wein- und Sektverschlüssen verarbeitet, aber das Material verbreitet sich auch in Mode, Design und Architektur als nachhaltiges, nachwachsendes, veganes Material.


Mit Kork Kerzen Basteln

Korken lassen sich auch als Kerze nutzen.
So geht’s:

Weinkorken eine Woche in einem mit Aceton-Alkohol gefüllten Glas verschließen.

 

Dann einfach in ein Glas einsetzen und anzünden.

 

 


FOTO oben Konstantin Shaklein/123RF.com  |  ILLUSTRATIONEN  Tidian Camara

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