Aussortiert und ausgestattet

Für die einen sind es zwölf Tonnen Stoffreste eines äußerst reißfesten und schmutzabweisenden Materials. Sie sind bei einem fränkischen Markisenhersteller übrig geblieben, der sie nicht länger als Abfall betrachten wollte, sondern als Rohstoff für ein besseres Leben.

Die Sozialunternehmerin Sina Trinkwalder lässt aus den Schnittresten moderne Rucksäcke nähen und füllt sie mit Hygiene­artikeln wie Desinfektionsspray, Mundwasser, Seife und Lebensmitteln wie Trockenfrüchte oder Instant-Kaffeepulver.

 

Die „Brichbags“ werden an Obdachlose verschenkt, um sie mit dem Nötigsten zu versorgen: Hygiene und Selbstwertgefühl.

 

Aus vielen Begegnungen mit Menschen ohne festen Wohnsitz lernte Trinkwalder, dass es auch etwas mit Würde zu tun hat, die flatterigen Plastiktüten gegen einen schicken Rucksack einzutauschen. 1.300 Brichbags wurden aus den Stoffresten bereits gefertigt. Wer auch einen kauft, finanziert einem Obdachlosen ebenfalls einen Upcycling-Rucksack.

www.brichbag.de