Alter Aufreißer – 6 Fakten über Aluminium 

Naschwerk  Um 1900 wurde Schokolade oft in Zinnfolie (Stanniol) eingepackt, um sie länger haltbar zu machen. Damit die Schokolade keinen metallischen Geschmack bekommt, stieg man bald auf Alufolie um. Damals hatten sie noch kein Gesicht und keine bunten Farben. Aber das Leuchten in den Kinderaugen haben sie schon damals gespiegelt.

Um Haaresbreite  Übliche Haushaltsfolie aus Aluminium hat eine Dicke von 0,01
bis 0,015 mm. Das ist etwa
ein Zehntel der Dicke eines Kopfhaares.

Was der Großvater noch wusste  „Früher war mehr Lametta.“ Das sagte einst Loriot als Opa Hoppenstedt. Und er hat Recht behalten.
„In den letzten 20 Jahren ist der Verkauf um etwa 60 bis 70 Prozent zurückgegangen“, sagt der Geschäftsführer der Christbaumschmuckfabrik Riffelmacher & Weinberger, Frank Marchl.

Alu Noah  Mit Aluminium lassen sich nicht nur Weihnachtsmänner lange horten. Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen, etwa 1.300 km vom Nordpol entfernt, gibt es einen Saatgut-Tresor. Darin liegen in Alufolienbeuteln verpackte Samen von mehr als 4 Millionen Nutzpflanzen wie Mais, Reis, Bohnen und Kartoffeln eingefroren verwahrt. Das soll sie vor terroristischen Angriffen, Bomben, Erdbeben und Sintfluten schützen. Zumindest die nächsten 1.000 Jahre.

Luftnummer  Die dunkle Seite des glänzenden Metalls ist seine Herstellung. Um das Ausgangsmaterial Bauxit abzubauen und zu verarbeiten, wird viel Energie benötigt. Und klimaschädliche Emissionen werden in die Atmosphäre gestoßen. Um eine Tonne Aluminium herzustellen, braucht man zum Beispiel 27-mal mehr Energie als für dieselbe Menge Glas. Durch Recycling lassen sich Treibhausgase reduzieren. Laut der Deutschen Aluminium Verpackung Recycling GmbH werden in Deutschland 89 Prozent aller Alu-Verpackungen wieder aufbereitet.

Spurenelement  Egal, was wir zu uns nehmen: Aluminium ist in jedem Fall dabei. Wenn auch minimal, steckt das Metall in nahezu allen Lebensmitteln. Unter dem Mantel dieses Schoko-Weihnachtsmannes stecken etwa 33 Mikrogramm pro Gramm. Auch über die Haut nehmen wir es auf. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit geht davon aus, dass man etwa 0,143 Mikrogramm Aluminium je Gramm Körpergewicht und Tag aufnehmen kann. Mit einem normalen Deodorant schöpft ein 70 Kilogramm schwerer Mensch die unbedenkliche Tagesdosis fast völlig aus. Gerade wird diskutiert, ob Aluminium im Körper die Gefahr befördert, an Brustkrebs oder Alzheimer zu erkranken.

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