Alle im selben Boot

Vor etwa vier Jahren hatte der dänische Kajaklehrer Tobias endgültig genug: Er sammelte bei jeder seiner Touren durch die Kanäle von Kopenhagen herumschwimmendes Plastik, Flaschen und Folien ein und entsorgte es an Land – aber am nächsten Tag war wieder neuer Müll da. Allein war das nicht zu schaffen. Wie könnte er andere zum Mitmachen motivieren? Er entwickelte eine Idee: Menschen können kostenlos paddeln, wenn sie während ihrer Tour Plastik einsammeln und das Ganze unter dem Hashtag #greenkayak auf sozialen Plattformen teilen. Mittlerweile waren mehr als 30.000 Paddler mit den grünen Kanus auf dem Wasser und haben Flüsse, Seen und Meersarme in Europa gereinigt. „Schon klar, dass wir damit nicht das Problem des Ozeanplastiks lösen können“, heißt es auf der Website, „aber es ist eine effiziente Möglichkeit, sich mit sich selbst, anderen und dem Wasser zu verbinden.“ Und das – neben starken Oberarmen – braucht es für eine elegante ökologische Wende auf dem Wasser.
Über Plastikstrudel im Ozean

Jetzt gibt es eine kleine Flotte von zehn Green Kayaks auch in Berlin:
Backstagetourism-Kanustation, Nalepastr. 18, Treptow-Köpenick
Mellowpark, An der Wuhlheide 250, Treptow-Köpenick
whatSUPBerlin, Scharfe Lanke 109–131, Spandau

Green Kayak
www.greenkayak.org

FOTO  Green Kayak

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