3 Fragen an Anna Glansén

Anna Glansén, schwedische Designerin, die mit Hanna Billqvist in ihrem Designstudio Tomorrow Machine Verpackungen

 

Was muss eine Verpackung der Zukunft können?

Wir glauben, dass die nächste Generation von Verpackungen sich an Bionik orientiert. Wir gucken uns an, wie die Natur selbst verpackt, zum Beispiel Eierschalen oder Fruchtschalen. Wir wollen auch das Potenzial von Papier stärker ausschöpfen und gucken uns Origamitechniken an. Es gibt auch einen großen Trend dahin, gar nicht mehr zu verpacken und stattdessen den Verbraucher zu motivieren, eigene wiederverwendbare Verpackungen mitzubringen.

 

Warum braucht es eine nächste Generation von Materialien?

Ein großer Teil der Verpackungen, die wir heute nutzen, stammt von nichterneuerbaren Ressourcen, die niemals vollständig recycelt werden können. Das zerstört unsere Umwelt und unser Klima. Wir müssen darum ganz grundsätzlich über Materialien und Verpackungen nachdenken.

 

Mit deinem Designbüro Tomorrow Machine hast du mal eine Reisverpackung aus Bienenwachs kreiert, die man wie eine Frucht schälen kann. Wie reagiert die Industrie auf solche Vorschläge?

Wir bekommen nur positive Reaktionen auf unsere Entwürfe und unsere Designphilosophie. Die Industrie ist sich sehr wohl darüber bewusst, dass sie neue Lösungen braucht, um in Zukunft nachhaltig sinnvoll zu verpacken.

www.tomorrowmachine.se