Wenn die Birne nicht mehr leuchtet

Glühlampe, LED-Leuchte, Energiesparlampe – so allmählich sammelt sich in deutschen Lampenschirmen eine Kollektion von Leuchtmitteln an. Doch wohin mit ihnen, wenn sie ihren Dienst getan haben?

Wer noch defekte Glühlampen besitzt, kann sie ohne Bedenken in die Hausmülltonne werfen. Da gehören sie nach Auffassung von Energieschonern auch hin und sollten durch Energiesparlampen und LED-Leuchten ersetzt werden. Nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) können durch den Austausch einer herkömmlichen 60-Watt-Glühbirne durch eine gleich helle 11-Watt-Energie­spar­lampe jährlich mehr als 30 Kilogramm CO₂ eingespart werden.

Energiesparlampen haben eine gute Energiebilanz. Nur 2 Prozent der benötigten Energie entfallen auf Herstellung und Entsorgung. Der allergrößte Teil entfällt also auf die tatsächliche Nutzung als Leuchtmittel. Aber die Entsorgung von Energiesparlampen ist ein großes Problem. Sie enthalten zwei bis drei Milligramm giftiges Quecksilber und gehören in eine gesonderte Entsorgung. Ältere Modelle haben sogar bis zu 15 Milligramm. Dennoch werden sie immer noch von fast einem Drittel aller Deutschen falsch entsorgt – wie das Institut infratest dimap in einer Studie ermittelte.

Werden die Lampen fälschlicherweise in Hausmüll, Wertstoffsack beziehungsweise in die Wertstofftonne sowie in den Altglascontainer geworfen, ist das hochgefährlich für Umwelt und Gesundheit.

Wegen der giftigen Inhaltsstoffe ist besondere Vorsicht geboten, sollten sie doch einmal brechen. Das Bundesinstitut für Risiko­bewertung empfiehlt, zunächst Fenster zu öffnen und etwa 25 Minuten den Raum durchzulüften. Die Bruchstücke nicht mit dem Staubsauger entfernen, son­dern vorsichtig mit Einmalhand­schuhen aufsammeln. Die feinen Kristalle mit einem Stück Karton oder feuchten Papier­tüchern aufkehren und eventuell mit Klebeband abziehen. Sowohl Bruchstücke als auch Reinigungsutensilien in einem verschließbaren Glas als Sondermüll entsorgen. Dafür gibt es speziell eingerichtete Sammelstellen, wie zum Beispiel Schadstoffsammelstellen auf Recyclinghöfen.

LED-Leuchten sind die langlebigsten Leuchtmittel mit einer durchschnittlichen Leuchtdauer von 15.000 Stunden. Hochwertige LEDs schaffen sogar 25.000 Stunden. Das ist übrigens das 15- bis 25-Fache der Lebensdauer einer Glühbirne. Am Ende brennen sie auch nicht einfach durch, sondern leuchten schwächer. LED-Leuchten enthalten zwar keine Schadstoffe, gelten aber trotzdem wie Energiesparlampen als Sondermüll und gehören in die Schadstoffsammlung.

Die Rohstoffe der Glühbirne gehen im Hausmüll einfach verloren, während LED- und Energiesparlampen, fachgerecht ent­sorgt, zu mehr als 90 Prozent recycelt werden können.

Was wirklich zählt:

Die richtige Lichtstärke
Wer etwa eine 60-Watt-Glühlampe ersetzen will, sollte eine LED mit 700 – 1.000 Lumen kaufen (25 Watt = ca. 220 Lumen, 100 Watt = ca. 1.340 Lumen).

Die richtige Farbtemperatur
Am ehesten dem Licht der Glühlampe entspricht extra- oder warmweißes Licht. Neutralweiß eignet sich für Küche und Flur, Tageslicht- oder Kaltweiß fürs Büro. Generell gilt: Je niedriger die Kelvinangabe, desto wärmer das Licht.

Die richtigen Hersteller
Markenhersteller garantieren die Einhaltung von Lebensdauer, Lichtstärke, Farbtemperatur, Lichtwiedergabe und Effizienzgrad.

Die richtige Entsorgung
Eine Liste aller Sammelstellen für Leuchtstoff- und Energie­sparlampen in Berlin findet man unter www.lightcycle.de.