Von einem, der ins Silo zog

Der Architekt und Künstler Jan Körbes lebt mit seiner achtjährigen Tochter in einem Silo, dass er vor kurzem von Holland nach Berlin gebracht hat. Es ist nur 2,55 Meter breit und 6 Meter hoch und trotzdem passen dort Keller, Wohnzimmer, Küche, Schlafetage und ein ganz besonderes Lebensgefühl hinein. Korbes arbeitet permanent an dem Haus weiter. Fast alles darin hat er wiederverwertet: alte Schubladen, Sitzdielen von Parkbänken, Restbestände von Korkfußböden, zwei alte Wohnwagentüren, Plexiglasplatten aus der Fotoindustrie und viel mehr.

Es gibt nur eine Regel: „Schuhe ausziehen, weil wir keine Möbel haben. Der Fußboden ist gleichzeitig Sitzfläche und Tisch.“ Unter diesem ist übrigens eine Badewanne mit Heizung eingelassen, in die man wie im japanischen Restaurant seine Füße gleiten lassen kann. Das Silohaus, es ist wie ein riesiges Kaleidoskop: Man kann es drehen und wenden, wie man will, immer ent­stehen aus den Scherben der Umgebung neue wundersame Wohnformen.

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