Designwettbewerb – Ulli Budde: Trio Finale/Triplett1700

Vielleicht hat es einen Grund, dass sich am Ende oft Klassiker durchsetzen. Warum soll man den Mülleimer noch einmal neu erfinden? Würde es nicht reichen, ihn einfach zu verbessern?

Der Designer Ulli Budde hat ein Trenntmöbel erdacht, das auf den ersten Blick wie jene Behälter aussieht, die es heute schon im Handel zu kaufen gibt. Es ist ein weißer, zurück­haltender, solider Eimer. „Er lehnt sich an traditionelle Mülleimer an, unterscheidet sich jedoch in seiner Funktionalität deutlich.“ Budde wollte keine „Mülltrennanlage“ schaffen, die sich mit industriellem oder systematischem Charakter wie ein Fremdkörper in der Küche ausbreitet.

Stattdessen schaffte er einen Behälter, der seine  Bestimmung gerade einmal erahnen lässt. Der längliche Behälter deutet an der oberen Seite an, dass die Form aus drei konischen Volumen verschmolzen zu sein scheint. Der Verbraucher kann dann selbst entscheiden, wie er sie aufteilen möchte: drei große Volumen je 30 Liter oder zwei große und zwei kleine Behälter. Dafür müssen keine extra Eimer eingesetzt werden, denn der Rand ist so gestaltet, dass sich darüber leicht die Müllbeutel stülpen lassen. Durch die Aussparungen bzw. Schlitze im Rand können alle Beutel gleichzeitig gehalten werden.

Und noch etwas ist kompakt an diesem Möbel: Statt verschiedener Deckel ist das „Triplett“ nur von einer Klappe verschlossen. So bleiben die einzelnen Kammern für immer flexibel austauschbar.

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