Designwettbewerb – e27: Das Trennen ist des Müllers Lust

Wenn man als Designer den Auftrag bekommt, sich ein Möbel zum Thema Mülltrennung auszudenken, dann ist es von Vorteil, wenn man auch den Mülleimer selbst nachhaltig gestaltet. Das Designbüro e27 hat das verstanden und sich bei ihrem Wettbewerbsbeitrag namens „Müller“ vor allem Gedanken zum Material gemacht. Der quadratische Behälter besteht aus einem recycelten Kunststoff, der Deckel soll aus ökologisch abbaubarem Bambus gefertigt werden.

Ob „Müller“ dann als Mülleimer in der Küche übereinandergestapelt wird oder doch im Kinderzimmer Bauklötze hortet, ist dem Besitzer überlassen. Außerdem lässt es sich auf dem Möbel auch bequem sitzen und kann deshalb Gästen spontan untergeschoben werden. Wenn die sich dann noch zum Kartoffelschälen bereiterklären, können sie die Schalen gleich unter sich in den geöffneten Schlund fallen lassen. Dieser lässt sich nämlich leicht durch einen so genannten PoPP-Verschluss öffnen und schließen. Inspiration dafür sei die intelligente Faltung eines Getränkekartons gewesen, schreiben die Designer in ihrem Konzept für den Wettbewerb – allerdings bevor es den Schraubverschluss gab.

Die gewollte Reduktion der Formsprache, ohne beliebig zu sein, ist gewollt, da die Form aus der gewünschten Funktionalität resultiert. Die Funktionalität meint in diesem Fall das Öffnen und Schließen als auch das Füllen und Besitzen, somit ist „Müller“ nicht ortsgebunden, sondern kann auch ordnungsliebend seinen Platz im Kinderzimmer, als Legobox oder BRIO Container, finden.

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