Geht’s so oder mit Tüte?

Jede Minute werden in Deutschland 10.000 Plastiktüten verbraucht, das sind 5,3 Milli­arden im Jahr oder 100.000 Tonnen verarbeiteter Kunststoff. Neben Spanien, Italien und Groß­britannien gehören wir damit zu den europäischen Plastiktüten-Spitzenreitern. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erarbeitet mit der Kampagne „Einwegplastik kommt nicht in die Tüte“ Lösungen zur Reduktion von Plastik­tüten und fordert eine Erhöhung der Abgabengebühr auf 22 Cent. Dies soll Verbraucher motivieren, statt der Tüten umweltfreundliche Mehrwegtaschen zu nutzen. Vorbild ist Irland, hier führte die Abgabe von 44 Cent pro Tüte zu einer Senkung des Pro-Kopf-Verbrauchs von 328 auf acht Plastiktüten im Jahr. Wenn wir alle etwas mehr Bewusstsein „eintüten“, können wir damit sofort anfangen – genau darauf weist die DUH nun auch in vielen Supermärkten hin. Die Mehreinnahmen sollen übrigens für die Förderung von Projekten, die sich mit der Vermeidung und dem Recycling von Müll befassen, eingesetzt werden.

www.kommtnichtindietuete.de

www.berlintuetwas.de

Hierzu auch ein Interview mit dem DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

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