Opening days: Sunny days – Lapin Kulta Solar Kitchen Restaurant

Prinzip Brennglas
Solarkocher verwandeln Sonnenstrahlung in Wärmeenergie. Seine Spiegelflächen sind so geformt, dass die Sonnenstrahlen auf einen Brennpunkt konzentriert werden, unter dem ein leichter, schwarzer Topf steht. Wenn sich die Sonne dreht, muss auch der Parabolspiegelkocher gedreht werden. Verschwindet die Sonne, bleibt die Küche kalt.

Alter Ofen
Schon in der Antike wussten die Menschen mit Spiegeln und Sonne Feuer zu entfachen. In der Renaissance wurden mit Sonnenstrahlen Metalle geschmolzen und Flüssigkeiten destilliert. 300 Jahre später begann man mit ersten Solarkoch-Experimenten. Der Franzose Augustin Mouchot schrieb das erste Buch über Solarenergie und reiste 1875 als Solarpionier nach Algerien, wo er den Soldaten mithilfe eines Solarherdes Kaffee kochte. Seit rund 50 Jahren gibt es Solar­zellen mit Silizium – der Grundstein für den heutigen Solarkocher.

Selbst ist der Koch
Für einen guten Solarkocher muss man mindestens 300 Euro ausgeben. Sie lassen sich aber auch mit Pappe, Alufolie, einer Glasplatte, schwarzer Farbe, Silikon und Werkzeug selbst bauen. Die genaue Anleitung steht zum Beispiel im Buch „Kochen mit der Sonne“ von Rolf Behringer und Michael Götz (Ökobuch Faktum).

Slow Food
Ein Solarkocher kann eigentlich alles, was eine Herdplatte auch kann: wärmen, garen oder frittieren – je nachdem wie groß die reflektierende Fläche und die Sonneneinstrahlung ist. Mit einem Durchmesser von 140 cm erreicht er eine Leistung von rund 750 Watt. Aber das dauert: Bei guter Sonneneinstrahlung kochen drei Liter Wasser in 25 Minuten.

Helios’ Helden
Die wohl berühmtesten Solarköche sind Antto Melasniemi und Martí Guixe mit dem Lapin Kulta Solar Kitchen Restaurant aus Helsinki. Im Sommer 2011 reisten sie mit dem Lapin Kulta Solar Kitchen Restaurant quer durch Europa und servierten im Freien und mit Stil (siehe Foto). Wenn die Sonne mal nicht schien, gab es Salat.

www.lapinkultasolarkitchenrestaurant.com