Mein Müll und ich: Glasklar – Glastrennung ist Umweltschutz

Wenn wir Rohstoffe recyceln und wieder in Umlauf schicken, schonen wir natürliche Ressourcen, sparen Energie und fördern Kreisläufe. Auch Altglas kann einen erheblichen Teil dazu beitragen. Aber Achtung: Glas ist nicht gleich Glas! Wer wirklich etwas für die Umwelt tun will, sollte es richtig trennen.

Glas lässt sich zu 100 Prozent recyceln, ohne dabei den geringsten Qualitätsverlust zu erleiden. Aus diesem Grund kann Glas beliebig oft eingeschmolzen und zu neuen, hochwertigen Produkten verarbeitet werden. Damit das möglich ist, muss Altglas sortenrein getrennt werden: nach weißem, grünem und braunem Glas. Glas, das farblich nicht eindeutig zuzuordnen ist, wie beispielsweise blaues, rotes oder schwarzes Glas, gehört in den grünen Buntglasbehälter. So auch braunes Glas, wenn es dafür keine eigene Tonne gibt.

Im Jahr 2012 wurden in Berlin 66.453 Tonnen Altglas gesammelt – pro Kopf sind das 19,7 kg.

Bevor die Glashütten aus Altglas neues Glas herstellen können, muss das Sammelgut eine Altglasaufbereitungsanlage passieren. Hier wird das Altglas zunächst von Fremdstoffen und Verunreinigungen befreit, zerkleinert und nach Korngrößen sortiert. Deshalb ist es auch nicht nötig, wie häufig angenommen, alte Gläser vor dem Entsorgen zu reinigen. Auf Förderbändern werden danach Störstoffe wie Keramik, Steingut, Porzellan und Aluminium ausgeschleust.

Altglas ist heute einer der wichtigsten Rohstoffe zur Herstellung von neuem Glas. Das Glasrecycling schont nicht nur natürliche Rohstoff-Ressourcen, sondern reduziert auch den Energieverbrauch, der zur Herstellung neuer Glasverpackungen nötig ist. Bereits heute besteht jede Flasche aus ca. 60 Prozent Altglas, wodurch bis zu 20 Prozent Energie eingespart wird.

So geht Glas

Das gehört rein:
Einwegflaschen aus Glas
wie Wein- und Sektflaschen, Essig- und Ölflaschen, Konserven- und Marmeladengläser, Parfümflakons, Arzneimittelflaschen

Das gehört nicht rein:
Glühlampen oder Energiesparlampen,
Geschirr, Porzellan und Keramik, Spezialgläser wie Blei- oder Laborglas, Fensterglas- oder Spiegelscherben, Kristallgläser, Trinkgläser

Im Berliner Straßenland stehen 6.000 Altglascontainer. Wo genau, erfährt man hier:
www.trenntstadt-berlin.de/glas

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