Kommt nicht in die Tüte

Selbst wenn es nur ein kleiner Apfel ist, weswegen man in den Gemüseladen hineingeht – man wird fast immer mit etwas Zweitem herauskommen: einer Plastiktüte. Diese wird dann im Durchschnitt ein einziges Mal für zwei Stunden benutzt. Und dann weggeworfen. „Das schadet der Umwelt und verbraucht unnötig Rohstoffe“, sagt Magdalena Adamczyk-Lewoczko. Das wollte sie ändern und hat im Rahmen von LIFE e.V. das Pilotprojekt Mehr Wege als Einweg! ins Leben gerufen. Darin werden Migrantinnen zu Kiez-Umweltbotschafterinnen ausgebildet, die in zwei Berliner Bezirken über Abfallvermeidung, Recycling und umweltbewussten Konsum aufklären. Gebrauchte Jutebeutel und alte Stoffe werden gesammelt und von Nähwerkstätten zu stabilen Einkaufstaschen umgearbeitet. Wer den Beutel beim Einkaufen benutzt, erhält dank eines Bonussystems bei einigen Händlern eine Prämie. Die Idee fand auch der Rat für Nachhaltigkeit gut und hat das Projekt mit dem Label „Werkstatt N-Projekt 2012“ ausgezeichnet.

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