Gebettet auf Dosen

Papierfetzen, Kippenstummel, Plastikverpackungen, Essensreste – all die Unmengen von Überresten unseres Lebensstandards verschwinden in Mülltonnen, in Lastwagen, im Nirgendwo. Was wir nicht sehen, das existiert nicht mehr. Der US-amerikanische Fotograf Gregg Segal holt mit seinen Bildern wieder ins Bewusstsein, was wir allein in einer Woche dem Planeten hinterlassen. „Mich hat das Thema sehr erschüttert – nicht nur wie viel wir wegwerfen, sondern auch wie wir angesichts dessen so unbeschwert sein können.“ Für seine Serie „7 Days of Garbage“ hat er Nachbarn, Freunde und auch seine eigene Familie gebeten, den Müll einer Woche zu sammeln.
Die übervollen Mülltüten brachten sie in Segals Hinterhof in Kalifornien, wo er verschiedene Umwelten geschaffen hatte: Wasser, Wald und Strand. „Ich wollte damit zeigen, wie allgegenwärtig der Müll ist.“

Die Selbstverständlichkeit, mit der sich die Menschen auf den Fotos in ihren Überresten räkeln, ist schockierend. Offenbar nicht nur für den Betrachter: Viele seiner Protagonisten sagten, dass dieses Experiment des Sammelns und Hineinwerfens sie verändert habe: Sie würden jetzt verstehen, dass wir etwas verändern müssen – beim Umgang mit Müll, vor allem aber bei unseren Werten.

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