Dieses Telefon kann Lesen retten

Telefonzellen sind wie Relikte einer verlorenen Zeit. Vor der Ära der Mobiltelefone wurde in ihnen diskutiert, gelacht, geweint, geflucht, geflirtet. In ihnen stecken Erinnerungen und Emotionen – genau wie in Büchern. Jetzt werden die Fossilien des analogen Jahrhunderts zusammengebracht. Aus der guten alten gelben Telefonzelle bauten Auszu­bildende der Berliner Stadtreinigung, des OSZ TIEM und der marcel-breuer-schule gemeinsam eine mobile Stadtbibliothek. Das Ganze funktioniert nach dem Motto: Nimm ein Buch, bring ein Buch, lies ein Buch. Die Initiative dazu kommt vom Institut für Nachhaltigkeit in Bildung, Arbeit und Kultur (INBAK). Die sorgsam aufgearbeitete Telefonzelle stand bis vor Kurzem auf dem Tempelhofer Feld – auch so ein Überbleibsel der Vergangenheit – und hat jetzt ihr Winterquartier im Neuköllner Schillerkiez aufgeschlagen.

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