Die große Welt des Mülls: Die drohende Dürre

Der Klimawandel wird einer Studie des amerikanischen National Center for Atmospheric Research (NCAR) zufolge in den kommenden Jahrzehnten weltweit zu schweren Dürreperioden führen.

In Computermodellen zeigten die Wissenschaftler, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Wasserressourcen hat. In dieser Karte dargestellt: die Zunahme der Trockenheit von heute bis 2099. Wenn die Vorhersagen nur annähernd zutreffen, wird die Dürre schädliche Auswirkungen auf Landwirtschaft, Wasserressourcen, Tourismus, Ökosysteme und den Wohlstand ganzer Gesellschaften haben.

Arktis: Die große Schmelze

Die Eisbären in der Arktis verlieren weiterhin an Lebensraum. Eis­flächen werden zunehmend brüchig oder verschwinden ganz, berichtet die Wissenschaftszeitschrift „The Cryosphere“. In einer Langzeitstudie beobachteten Spezialisten der International Union for Conservation of Nature über einen Zeitraum von 1974 bis heute 19 Eisbärfamilien. Nach einer besonders extremen Woche im September beispielsweise registrierte das amerikanische National Snow and Ice Data Center lediglich 4,14 Millionen Quadratkilometer Eisflächen. Und verzeichnete den damit zweitniedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen.  Ursache dafür seien zwei vorangegangene Wirbelstürme im asiatischen Raum, die die Küsten mit warmer Luft aufgeladen hatten. Die Tiere werden sich keinesfalls ebenso rasant an ihre Lebensräume anpassen können, wie es ihnen die Veränderungen abverlangen.

England: Freiwillige Null

In Ashton Hayes in der englischen Grafschaft Cheshire wollen die Einwohner freiwillig ihren CO₂-Fußabdruck reduzieren. Im Jahr 2006 fasste der Ort den Plan, das erste CO₂-neutrale Dorf Englands zu werden. Nach einem Jahr hatte man die Emissionen bereits um 40 Prozent gesenkt. Dabei wurde niemandem etwas vorgeschrieben, sondern lediglich Tipps gegeben, wie man den Energieverbrauch senken kann. Drei Viertel der Bewohner schlossen sich bereits der „Going Carbon Neutral Initiative“ an. Das zieht mittlerweile Delegationen aus aller Welt an, die sich etwas in Sachen Klimaschutz abgucken wollen.

USA: Die magische Null

Die Stadt New York will ihren Müll drastisch reduzieren. Um das zu schaffen, rief der Bürgermeister Bill de Blasio Anfang 2016 die Zero Waste Challengeins Leben. 31 Unternehmen wurden dazu aufgerufen, ihren Müll innerhalb eines halben Jahres um die Hälfte zu reduzieren. Auf diese Weise wurden 35.000 Tonnen weniger nicht recycelbarer Müll in Deponien und Verbrennungsanlagen entsorgt, berichtet die Huffington Post. 300 Tonnen überschüssige Lebensmittel wurden gespendet. Die Initiative ist Teil der Mission OneNYC, die den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 um 80 Prozent senken will. Mülldeponien sind die größte Quelle des Treibhausgases Methan“, erklärt Daniel Zarrilli, Abteilungsleiter für Klimapolitik der Stadtverwaltung.

Marokko: Spiegelung der Gegenwart

In der Wüste Marokkos entsteht derzeit das größte Solarwärmekraftwerk der Welt. Wie das Online-Portal „Trends der Zukunft“ berichtet, reihen sich dabei nicht etwa Solarpaneele aneinander, sondern riesige Spiegel, die Sonnenenergie bündeln und damit Wasser erwärmen. Der aufsteigende Wasserdampf treibt daraufhin Turbinen an, die Energie erzeugen. Bis 2020 soll das Werk fertig gestellt sein und 1,1 Millionen Menschen mit Energie versorgen. Da es in Marokko keine Öl- und Gasquellen gibt, ist man auf teure Importe angewiesen. Der Ausbau erneuerbarer Energien soll das Land unabhängiger, aber auch öko­logischer machen.

Hongkong: Großer Schrott

Laut einer Studie der Universität der Vereinten Nationen (UNU) produzieren die Einwohner Hongkongs weltweit den meisten Elektroschrott. Im Jahr 2015 waren es 21,7 Kilogramm pro Kopf. Die Wissenschaftler warnen vor der starken Zunahme der umwelt- und gesundheitsschädlichen Abfälle. Die Autoren der Studie fordern die Regierungen der ostasiatischen Länder auf, Regeln für ein geeignetes Recycling von Elektroschrott zu verabschieden. Europa liegt mit 15,6 Kilogramm pro Person vergleichsweise weit zurück – aber in Europa ist Deutschland der größte Verursacher von Elektroschrott.

Karte Montage nach Vorlage von Wiley Interdisciplinary Reviews: Climate Change 2090 – 2099