Bretter porté

Die Skaterinnen Melanie Ruff und Simone Melda wollten mehr über die Herkunft ihrer geliebten Boards wissen – nur um festzustellen, dass diese wenig transparent ist. Sie kurbelten deshalb eine eigene, umweltfreundliche, lokale Produktion an. „Sozial fair, nachhaltig, Handwerk aus Österreich“ – so beschreibt Ruff ihre Ruffboards. Das sind ausrangierte Snowboards von Skiverleihen in ganz Österreich, die in einer kleinen Wiener Manufaktur
zu Longboards umgebaut werden. Um eine größere Stückzahl anbieten zu können, schlossen die beiden eine Kooperation mit der Tischlerei des Vereins Neustart: „Der Verein arbeitet mit Haftentlassenen zusammen, also mit Menschen, für die in der Wirtschaft sonst nicht viel getan wird“, erklärt Ruff. Dieses Jahr werden die Gründerinnen ihre Manufaktur in einen Pick-up laden, um auf Musikfestivals und Surf-Cups die Bretter vor Ort zu produzieren. Transparenz funktioniert eben doch.

www.ruffboards.com

Foto: Carolina Frank

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