Aus zwei mach eins: die Wertstofftonne

Gelbe und orange Tonnen sind nur noch optisch verschieden – aber inhaltlich völlig gleich. Was war, was bleibt und was ändert sich?

Um dem Ziel der vermehrten Abfall­sammlung und einer höheren Recycling­quote ein Stück näher zu rücken, genügt leider nicht umfassende Aufklärungsarbeit allein. In Kooperation von Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berliner Stadtreinigung und den für die Verpackungs­abfälle zuständigen dualen Systemen wurde die Idee zur Einführung einer einheitlichen Wertstoffsammlung entwickelt. Seit Anfang des Jahres wird dies in die Tat umgesetzt. Der Trick? Aus zwei mach eins: Orange Box und Gelbe Tonne bzw. Gelber Sack ergeben nun die einheitliche Wertstoffsammlung.

So viel wie nötig, so wenig wie möglich: Die Änderungen
Verpackungen und andere Kunststoffe, Metalle sowie Verbundstoffe können jetzt zusammen erfasst werden. Neue Tonnen werden nicht aufgestellt; die orangen und gelben Behälter bekommen lediglich einen einheitlichen Aufkleber.

In der Regel auch die Ausnahme „Mit der einheitlichen Wertstofftonne setzen wir nicht nur eine politische Forderung um, sondern machen das Trennen für die Bürgerinnen und Bürger einfacher“, so der Staatssekretär für Verkehr und Umwelt Christian Gaebler. „Wir rechnen damit, dass bis zu 7 Kilogramm mehr recycelbare Materialien pro Jahr und Einwohner erfasst und der Verwertung zugeführt werden können.“ Ein kleines Manko hat aber jede schöne Geschichte: Andere Wertstoffe können nicht mehr über die Mülltonnen entsorgt werden.

Das kleine e will in die Box
Elektrokleingeräte, Datenträger, Holz und Alttextilien müssen jetzt wieder über die BSR-Recyclinghöfe bzw. -Sperrmüllabfuhren entsorgt werden. Für kleinere Elektrogeräte stehen zudem rund 50 Container im öffentlichen Straßenland bereit. In die so genannte „eBox“ gehören beispielsweise Föhne, Toaster, Radios oder kleinere Drucker.

Rein gemacht

Kunststoff
•    Becher, z. B. Jogurt-, Margarinebecher
•    Kunststoffflaschen, z. B. Pflege-, Spül-,   Waschmittelflaschen, Saftflaschen
•    Folien, z. B. Einwickelfolie, Plastiktüten
•    Schaumstoffe, z. B. Styroporschalen für Lebensmittel
•    Gebrauchsgegenstände, z. B. Gieß­kannen, Plastikschüsseln, Spielzeug

Metall
•    Alufolie, -deckel, -schalen
•    Töpfe, Werkzeuge, Besteck, Schrauben

Verbundstoff
•    Getränkekartons, Kaffeevakuumverpackungen

Elektrogeräte, Energiesparlampen, Batterien, Textilien, Datenträger, Holz u.a. können wie bisher auf den Recyclinghöfen abgegeben werden.

Hier erfahren Sie mehr über Wertstoffe.

Weitere Informationen zur Wertstofftonne: www.wertstofftonne-berlin.de