Auf der Kippe

Nach Marienfelde kehrt der Abfall zurück – als Lernerlebnis

Vier Millionen Kubikmeter Abfall lagerten einst in Marienfelde. Als 1981 die Marienfelder Mülldeponie geschlossen wurde, war wieder Platz für die Natur, die sich das Gebiet zurückeroberte. Büsche, Gräser und Birken breiteten sich aus, Tiere siedelten sich an. Heute drehen viele im Park ihre Laufrunde und picknicken im Schatten der Bäume. Oder nutzen ihn als grünen Lernort.

Der Verein Naturwacht Berlin e.V. betreibt hier eine Naturschutzstation. Mit dem Projekt „Auf der Kippe“ nimmt er sich der Themen Müllvermeidung und Mülltrennung an. In vier Müllerlebnisstationen wird erklärt, welche Auswirkungen der Verpackungsmüll auf Natur und Umwelt hat.

Im Rahmen von Führungen und Projekttagen können Kindergartenkinder und Schüler hier nicht nur im Grünen herumtollen, sondern auch viel über unseren Müll lernen. So streifen sie ausgestattet mit orangen Westen und einer Müllzange über das Gelände, wiegen und analysieren den gefundenen Abfall. Im theoretischen Teil lernen die Kinder beispielsweise, dass eine Plastiktüte 500 Jahre braucht, um zu verrotten, und auch ein weggeworfenes Taschentuch nicht übermorgen verschwunden ist. Es wird erklärt, warum

es wichtig ist, den Müll in die richtige Tonne zu werfen, und was mit dem Abfall in Berlin passiert. Die Initiatoren wollen Alternativen aufzeigen, denn jeder Einzelne kann viel tun, um Abfälle zu vermeiden. Gemäß dem Motto an einer der Stationen: „Die Welt ist voller Lösungen“.

Der anschauliche Unterricht mit frischem Wind um die Nasen findet an vier Tagen pro Woche statt und kostet 3,50 Euro pro Kind, erwachsene Begleitpersonen sind frei.

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