3 Fragen an das Raumlabor Berlin

3 Fragen an das Raumlabor Berlin, das nach konkreten Ideen für die Gegenwart und Zukunft der Stadt sucht

Was wird im Raumlabor erforscht?
Schwierige urbane Situationen sind unser Faible und ziehen uns förmlich an. Orte, die vergessen, gemieden und aufgegeben sind, wollen wir zu neuem Leben erwecken, indem wir vorschlagen, sie anders zu nutzen. Raumlabor erforscht die Schnittstellen zwischen Architektur, Stadtplanung, Kunst und Intervention. Was dabei entsteht, ist oft eine gemeinsame urbane Kultur.

Warum ist für das Raumlabor die Arbeit mit recycelten Materialien wesentlich?
Es eröffnet uns neue Blickwinkel. Indem wir alte Objekte neu nutzen und Materialien wiederverwenden, ergeben sich ganz eigene Möglichkeiten und Freiräume für uns. Wir arbeiten deswegen auch lieber mit dem Begriff „Upcycling“. Wenn wir klassische Wegwerfmaterialien als Ressource begreifen, hat das viele Vorteile für die Gesellschaft: Wir verbrauchen weniger Energie, können souverän mit Materialien arbeiten und damit vom passiven Konsumenten zum aktiven Produzenten werden.

Welches Material fasziniert die mitwirkenden Künstler wegen seiner Wandlungsfähigkeit besonders?
Wir haben mit durchtrennten Ölfässern Dachschindeln gebaut, Autoteile in Häusern verbaut, weggeworfene Möbel zu einer großen Flutwelle des Überflusses verbunden und vieles mehr. Jedes Material begeistert uns auf seine Art. Meistens arbeiten wir aber mit Holz: Es ist weit verbreitet, leicht zu verarbeiten und eignet sich gut als Trainingsmaterial für diejenigen, die uns auf den Baustellen helfen. Wer das macht, tritt danach der Welt der Dinge anders gegenüber.

Foto raumlabor berlin

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